Fakten zum Naturpark

Wer sich Zeit nimmt wird belohnt

Wie mit dem “Schneebergblick”, knapp unterhalb der höchsten Erhebung des Naturparkes Sierningtal-Flatzer Wand, dem Gösing mit 898 m.

©Stefan McAllister-Knöpfer
Ein Kind blickt durch ein Astloch einer Kiefer im Naturpark Sierningtal.
©© Naturparke Niederösterreich/weinfranz

Die Sesselbäume

Diese Baumformationen sind nicht etwa durch Wildverbiss so entstanden, sondern durch Menschenhand. Sie dienten in jungen Jahren als Weidezaunbegrenzung, dazu wurden die noch jungen Äste zusammen gebunden und wuchsen so in ihre heutige Form.

©McAllister-Knöpfer

Fleischesserföhre

Viele Sagen ranken sich um den Namen dieser imposante Schwarzföhre, sicher ist Ihnen schon die eine oder andere, mehr oder weniger gruselige Geschichte zu Ohren gekommen. Fakt ist, dieses Waldstück befand sich lange Zeit schlichtweg im Besitz der Flatzer Familie Fleischesser. 
Auf jeden Fall ist es ein Erlebnis, an ihrem Stammfuß zu stehen und empor zu blicken.

©G. Gsenger

Kletterparadies Flatzer Wand

Mit über 300 Kletterrouten von Schwierigkeitsgrad 1 bis 10 und mindestens 50 Bouldervarianten gilt die Flatzer Wand als Geheimtipp für Sportkletterer. Vielversprechend sind nicht zuletzt die skurrilen Routenbezeichnungen wie „Gefahr aus dem Dschungel“ oder „Ollas Wuascht“. „Auf Messers Schneide“ ist die bis dato schwierigste Kletterroute (10-). Bis zu 60 m hoch ragen die Felsen empor. Die malerische Landschaft, aber auch die südseitige, windgeschützte Ausrichtung machen die Flatzer Wand besonders attraktiv für Freunde des Felsensportes.

Doppelsteig Flatzer Wand
©Thomas Brunner

Felsen- und Klettersteige

Wer nicht klettern möchte, aber dennoch die Herausforderung sucht, entscheidet sich am besten für einen der sechs Felsen- und Klettersteige wie E60 (C,D), Ternitzersteig, Fürststeig (A), Jubiläumssteig (A), Doppelsteig (schwierig) oder Riessteig. Stellenweise mit Aufstiegshilfen wie Leitern, Trittstufen oder Stahlseilen versehen, führen die Pfade sicher durch das felsige Gelände. Bitte beachten Sie, dass teilweise alpine Erfahrung, Trittsicherheit und entsprechende Ausrüstung erforderlich sind. Bitte informieren Sie sich auch vorab über die aktuellen Zustände der Steige aufgrund von Witterungsverhältnissen. Für Familien mit Kindern eignen sich Gottwaldsteig und Flatzer Wandsteig.

Flatzer Loch
©Franz Kurz

Flatzer Loch (Gemauerte Lucke)

Die 12 m lange Höhle ist über den Ternitzer Steig erreichbar. Im Jahr 1683 suchte die Flatzer Bevölkerung darin vergebens Zuflucht vor den Türken.

Tropfsteinhöhle Langes Loch
©Robert Herbst

Langes Loch (Flatzer Tropfsteinhöhle)

Das über den Wandsteig erreichbare Lange Loch ist mit einer Länge von 90 m und einer Höhe von bis zu 3 m die größte Höhle auf der Flatzer Wand. Sie teilt sich in zwei parallel verlaufende Gänge, die am Ende in der Museumshalle wieder zusammenführen. Über die Wintermonate, von 1. November bis 1. April, ist die Höhle zum Schutz der Fledermäuse mit einer Gittertür versperrt.